Das Zeitalter zwischen 1850 und 1890 war eine Epoche des Übergangs: Gesellschaft und Wirtschaft, Staat und Staatensystem, Kultur und Religion machen - anknüpfend an die Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution sowie in Folge des endgültigen Durchbruchs der Industriellen Revolution - einen revolutionären Wandlungsprozess durch. Die Frage, wie das Militär im europäischen und internationalen Vergleich diesen Herausforderungen begegnete, wird im vorliegenden Sammelband - der auf die gemeinsam von der Otto-von-Bismarck-Stiftung und dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt durchgeführte 44. Internationale Tagung für Militärgeschichte zurückgeht - von Historikern aus dem In- und Ausland thematisiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2004
In den achtzehn Beiträgen dieses von Michael Epkenhans und Gerhard P. Groß herausgegebenen Bandes zu den tiefgreifenden Veränderungen des internationalen Militärs zwischen den Jahren 1860 und 1890 werde ein "buntes Kaleidoskop" entfaltet, lobt Rezensent Eberhard Kolb. Behandelt werden, erfährt man, die Auswirkungen des Wandels von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in jenem Zeitabschnitt auf Heer und Marine in Preußen-Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Rußland, Österreich-Ungarn und den Vereinigten Staaten; und auch mit Japan befaßt sich ein Beitrag. Die intendierte vergleichende Betrachtung, die Differenzierung zwischen allgemeingültigen Entwicklungstendenzen und nationalen Besonderheiten also, so beklagt der Rezensent, habe allerdings im wesentlichen der Leser zu leisten. Unter den Gemeinsamkeiten hat Kolb unter anderem die Ersetzung des Vorderladers durch das schnellfeuernde Hinterladungsgewehr sowie, zumindest bei den kontinentaleuropäischen Armeen, den Übergang zur allgemeinen Wehrpflicht ausmachen können.
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