Das Buch von Michael Dorrmann schließt nicht nur eine Lücke in den Forschungen zur jüdischen Unternehmerelite im Deutschen Kaiserreich, sondern leistet darüber hinaus einen Beitrag zur Erforschung des großbürgerlichen Mäzenatentums im 19. und 20. Jahrhundert. Innerhalb dieser mäzenatischen "Bewegung" spielte Arnhold vor allem als Kunstmäzen - genannt sei nur die Villa Massimo als seine bekannteste Gründung -, aber auch durch sein caritatives Engagement und seine Förderung der Wissenschaften eine überragende Rolle.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.05.2003
Für Alexander Kissler ist diese biografische Skizze des Geschäftsmanns und Mäzens Eduard Arnhold nicht zuletzt die Wiederentdeckung einer "etwas angestaubten" Tugend, nämlich des "Gemeinsinns". Er stellt bei der Lektüre fest, dass Arnhold rund ein Viertel seines Vermögens für soziale oder künstlerische Zwecke ausgegeben hat, wobei die Villa Massimo wohl die bekannteste Stiftung Arnholds darstellt, so der Rezensent beeindruckt. Obwohl er überzeugter Monarchist war, unterstützte er mit seinen Mitteln auch den Ankauf französischer Impressionisten durch Berliner Museen, stellt Kissler dar. Er findet die Biografie zwar mitunter etwas "schwerfällig" geschrieben, doch insgesamt lobt er sie als "interessant und gehaltvoll".
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