Herausgegeben von Juliane Besters-Dilger, Rudolf de Cillia, Hans-Jürgen Krumm und Rosita Rindler-Schjerve.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2004
Zu den Eigenheiten der EU gehört die Mehrsprachigkeit, informiert Rezensent Willy Zeller. Ein Thema, dem sich auch der vorliegende Sammelband widmet. Wie Zeller in seiner äußert knappen Besprechung berichtet, geht der Band auf das "Europäische Jahr der Sprachen" (2001) zurück und greift den Inhalt einer dem Thema gewidmeten internationalen Konferenz in Wien auf. Als Schwerpunkte des Bandes nennt Zeller die Anerkennung und Gleichberechtigung der Idiome, und zwar "in einem elementar politischen Sinn". Er hebt hervor, dass die Postulate der Beiträge dabei bis zur Einbeziehung des sprachpolitischen Minderheitenschutzes in die EU-Charta der Grundrechte reichen.
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