Jeder, der aus der "Titanic" weiß, wie Max Goldt obskure Bilder mit kurzen oder längeren Texten versieht, wird sich über diesen Band freuen. Max Goldt hat die Bildlegende in Literatur verwandelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2011
Also, der Mann hat den skurrilen Blick. Lars Weisbrod stellt das mal klar. Aber auch die in diesem Band abgebildeten Dinge sind ein wenig skurril, oder? Entscheidend aber ist für den Rezensenten doch, dass die natürlich allseits bekannte Kunst des Max Goldt hier noch einmal recht deutlich wird. Als Kunst der Abschweifung, als elegantester Nonsens. Sogar bei ganz und gar witzlosen Bildern gelingt ihm das, staunt Weisbrod. Dass es sich bei den versammelten Bildtexten um Bildlegenden handelt, wie gesagt wird, möchte er übrigens bezweifeln. Eher, so erklärt er, haben wir es bei dieser Titanic-Kolumnen-Auswahl mit einem Genre zu tun, das wir aus dem Internet kennen: Kurzprosa zu Abfotografiertem. Nur dass der Band eben viel goldtiger ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2010
Michael Maar sieht schon den künftigen Klassiker in diesem Buch mit 133 Bildkommentaren samt Bildern aus der Hand von Max ("Titanic") Goldt. Schwer um Ernst bemüht, versucht Maar hinter das System von Goldts Humor zu kommen - vergebens (Ironie, Genauigkeit und die Setzung von Gänsefüßchen spielen dabei eine Rolle, vermutet Maar). Was etwa eine Zirkusszene mit Elefant mit Therese Giehse zu tun hat, bleibt das Geheimnis des Autors. Macht aber alles nichts. Irgendwie kommen Witz, Sprachkritik und Moral doch rüber und verbreiten schiere Freude beim rezensierenden Leser.
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