Herausgegeben und aus dem Französischen übersetzt von Eckart Schott. Eines Morgens hat der Angestellte Hervé urplötzlich eine besondere Gabe: Jeder sieht, was er sieht; jeder hört, was er hört; jeder spürt, was er spürt. Was wird diese Gabe Hervé bringen? Millionen pro Monat als lebender Werbesender für Regierungen? Oder doch nur einen ganzen Haufen Ärger?
Begeistert ist Rezensent Waldemar Kesler von Lewis Trondheims und Matthieu Bonhommes grafischer Erzählung "Omni-Visibilis". Er schätzt Trondheim als einen der bedeutendsten Comiczeichner und -szenaristen der Gegenwart. Dass sich dieser für die Umsetzung einer phantastischen Idee - es geht um den Durchschnittstypen Hervé, an dessen Leben nach einer seltsamen Verwandlung alle Menschen auf der Welt teilhaben können, da sie, wenn sie die Augen schließen, alles sehen, was dieser sieht - mit dem realistischen Zeichner Matthieu Bonhomme zusammengetan hat, scheint ihm ein wahrer Glücksfall. Kesler versteht Hervé als eine Art Held des Internetzeitalters, als "wandelnde Webcam", der die gierende Menge zunächst mit viel Banalem versorgt. Sein Fazit: ein ebenso kluger wie unterhaltsamer Comic, der eindrucksvoll zeigt, "wie scharfsinnig die derbe Komik der Burleske sein kann".
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