Matthias Polityckis neue Gedichte machen sich auf, die Welt zu erkunden, vom "Playmate" bis zum "flimmernd weißen Wüstenhimmel". Ob sie dabei kräftig zupacken, ob sie die Anflüge von Melancholie mit Rhythmus und Reim bändigen, immer zeigen sie, dass jeder Gegenstand es wert ist, in einem Gedicht aufzuscheinen - sofern er nur das Glück hat, von einem Sprachjongleur bearbeitet zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Thomas Steinfeld gesteht in seiner kurzen Kritik freimütig, dass er den Gedichtband schon wegen der sympathischen Gestalt des Nashorns Paul mit der roten Mütze gern in die Hand genommen hat. Er attestiert dem Lyriker Matthias Politycki nicht nur eine Vorliebe für Nashörner und anderes Getier der "konkreten Poesie", sondern bemerkt bei ihm eine "Leidenschaft für das Absurde" und Schräge. Doch auch traurige Gedichte enthält der Band, und die, lobt Steinfeld, gehören nicht zu den "schlechtesten" des Bandes.
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