Mascha Kaleko

Ich tat die Augen auf und sah das Helle

Gedichte und Prosa
Cover: Ich tat die Augen auf und sah das Helle
dtv, München 2024
ISBN 9783423284202
Gebunden, 256 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Ausgewählt und mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann. Mascha Kaléko ist eine leuchtende Ausnahmeerscheinung in der deutschen Literatur. Niemand verkörpert das Berlin der Weimarer Republik zwischen Schreibmaschinengrau, hellen Kinoreklamen und nicht enden wollenden Nächten im Romanischen Café so sehr wie die melancholische Großstadtdichterin mit ihrem sprühenden Witz. Auch nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten 1938 besang sie diese verlorene Heimat in Versen vom Emigrantenleben in New York, Jerusalem und anderswo. Zu ihrem fünfzigsten Todestag wirft Daniel Kehlmann mit dieser Auswahl einen persönlichen Blick auf das Werk seiner Schriftstellerkollegin - auf die "Großstadtlerche", die glücklich und unglücklich Liebende, die berlinkranke Kosmopolitin.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2025

Rezensent Philipp Ramer freut sich über den von Daniel Kehlmann besorgten Auswahlband mit Texten der jüdischen Dichterin Mascha Kaleko. Abwechslungsreich und mit erhellenden Kontrasten bietet der Band Ramer eine repräsentative Auswahl. Die Texte, Gedichte und Prosa aus allen Lebensphasen der Autorin, sind für Ramer eine "biografisch-literarische Odyssee". Trotz der thematischen und chronologischen Ordnung bleibt laut Ramer Platz für die Zusammenführung ganz unteschiedlicher Kaleko-Figuren. Die so entstehendene Spannungen und Kontraste findet Ramer besonders reizvoll. Erstaunlich findet er auch Kalekos Sinn für Witz und Ironie, der in den versammelten Texten immer wieder aufblitzt, wie Ramer erklärt.

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