Jolanda hat einen Traum - sie will die beste Fußballerin aller Zeiten werden. Das neue Training mit der Jungsmannschaft Blau-Weiß ist hart. Doch das größte Hindernis sind ihre Selbstzweifel, die nur sie allein überwinden kann. Das Schöne aber ist, dass Jo dabei so viele helfen - die kleine Schwester Katrina, eine Trainerin und irgendwie auch der Piranhas züchtende Kubitschek. Martina Wildner erzält in diesem Roman von einem leidenschaftlich kämpfenden Mädchen, für das es in diesem heißen Sommer um alles geht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2021
Rezensentin Elena Geus empfiehlt den neuen Jugendroman von Martina Wildner als Geschichte über Ausgrenzung und Selbstzweifel. Dass die Protagonistin sich in einer von kleinen Chauvinisten geprägten Fußballmannschaft behaupten muss, ist laut Geus gar nicht so wichtig, weil das System der Ausgrenzung überall dasselbe ist, im Kicker-Milieu oder sonstwo. Überzeugend findet Geus die "poetisch klare" Sprache des Buches, die charaktervolle jugendliche Hauptfigur sowie die echt gezeichnete Lebenswelt eines Teenagers.
Rezensentin Karin Hahn fand diese Geschichte über die 13-jährige Jo, die Profifußballerin werden möchte und darum - wie vom DFB tatsächlich empfohlen - in eine Jungenmannschaft wechselt, authentisch und anrührend. Es geht genau so übel zu, wie sich das die Rezensentin erwartet: Fiese Jungen und hysterische Väter machen dem sympathischen Mädchen das Leben zur Hölle. In Hahns Augen ist die Geschichte um Ausgrenzung und doppelte Standards auf dem Fußballplatz realitätsnah, aber zugleich auch eine Parabel auf die gesamte Gesellschaft: "Fair Play gilt nicht für Jo." Beeindruckt hat die Kritikerin auch, wie unterhaltsam Martina Wildner Hintergrundwissen über Fußball einfließen lässt.
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