Martin Lutz

Carl von Siemens

1829-1906. Ein Leben zwischen Familie und Weltfirma
Cover: Carl von Siemens
C. H. Beck Verlag, München 2013
ISBN 9783406645433
Gebunden, 415 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Mit 119 Abbildungen und 1 Stammbaum. Martin Lutz legt die erste Biografie des jüngsten der drei Siemens-Brüder vor und liefert damit gleichzeitig eine anschaulich geschriebene Frühgeschichte der Firma Siemens. In Paris gründete der 23-Jährige Carl von Siemens 1852 die erste Beteiligungsgesellschaft des Unternehmens außerhalb Deutschlands. Drei Jahre später sollte sich der russische Telegrafenbau unter seiner Führung sehr positiv entwickeln. In den späten 1860er Jahren war Carl im Kaukasus am Bau der spektakulären Indo-Europäischen Telegrafenlinie von London nach Kalkutta beteiligt. Von London aus bereitete er wenige Jahre später die Verlegung des ersten Transatlantik-Kabels des Unternehmens vor. Als Siemens & Halske 1897 in einer Aktiengesellschaft aufging, wurde er Aufsichtsratsvorsitzender eines der weltgrößten Elektrounternehmen. Das Selbstverständnis des heutigen Weltunternehmens Siemens geht wesentlich zurück auf diesen Pionier der Globalisierung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2013

Anschaulich und reich illustriert, bietet Martin Lutz' auf der Korrespondenz der Gebrüder Siemens fußende Biografie dem Rezensenten einen intimen Blick auf Carl von Siemens und dessen diplomatisches Können wie auch auf dessen gewagte Geschäftspraktiken. Die Binnensicht der Familie, vom Autor, so Andreas Fahrmeir, gekonnt eingebettet in die globalhistorischen Entwicklungen der Zeit, und vor allem die Nähe zur Person Carl von Siemens, haben laut Rezensent jedoch ihren Preis: Die Entscheidungen der Firma erscheinen so allzu sehr zentriert auf eine Person.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.05.2013

Keine leichte Aufgabe, über Carl von Siemens eine Biografie zu schreiben, gibt Johannes Willms unumwunden zu. Schließlich besteht die als Hauptquelle dienende Korrespondenz des Bruders von Werner und Wilhelm Siemens hauptsächlich aus Geschäftlichem. Dass es bisher keine profunde Lebensgeschichte zu dem 1829 geborenen jüngsten Siemens-Spross gab, wundert den Rezensenten also nicht unbedingt. Dennoch erfreut ihn Martin Lutz mit seiner detaillierten Darstellung des äußeren Lebens des Carl von Siemens. Nicht mehr als ein Schattenriss zwar, meint Willms, doch gewinnbringend betreffend die frühe Geschichte der Firma Siemens.
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