Martin Korenjak

Geschichte der neulateinischen Literatur

Vom Humanismus bis zur Gegenwart
Cover: Geschichte der neulateinischen Literatur
C.H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406690327
Gebunden, 304 Seiten, 26,95 EUR

Klappentext

Die neulateinische Literatur umfasst das Schrifttum vom Beginn der Renaissance bis zum heutigen Tag und stellt europaweit die bedeutendste Literatur der frühen Neuzeit dar. Die rasanten politischen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen dieser Epoche von Lissabon bis Moskau und von Island bis Sizilien bilden sich in der neulateinischen Literatur nicht nur ab, sondern wurden durch sie maßgeblich mitgeprägt. Aus kaum einem Lebensbereich war sie wegzudenken - aus der Kirche so wenig wie aus der Landwirtschaft, aus der Diplomatie so wenig wie aus den Wissenschaften, aus der Kunst so wenig wie aus der Belletristik. Die Zahl bedeutender neulateinischer Autoren ist Legion - Petrarca, Nikolaus von Kues, Pius II., Celtis, Erasmus, Luther, Calvin, Bodin, Scaliger, Lipsius, Bruno, Bacon, Grotius, Descartes, Kircher, Balde, Leibniz, Newton und viele, viele mehr. Sie alle - aber auch Dichterinnen und Denkerinnen wie Olympia Fulvia Morata und Anna Maria von Schürmann - und ihre Beiträge zum europäischen Geistesleben in neulateinischer Sprache werden in diesem Band, dessen Lektüre keine Lateinkenntnisse erfordert, vorgestellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.06.2016

Mit einer gelehrten Besprechung würdigt Hermann Unterstöger Martin Korenjaks Studie über die "Geschichte der neulateinischen Literatur". Zunächst einmal lobt der Kritiker den Professor für Klassische Philologie und Neulatein für sein Verdienst, nicht nur über die Bedeutung des Neulateinischen als Weltsprache zwischen 1400 und 1800 aufzuklären, sondern auch die geistes- und kulturgeschichtliche Wirkung der neulateinischen Literatur zu beleuchten. Interessiert liest der Rezensent, in wie vielen verschiedenen Ausprägungen das Neulateinische erschien; insbesondere aber erfährt er fasziniert, wie weit das Neulateinische Bildung, Literatur, Übersetzung, Briefkultur, Geschichtsbild, Politik, Religion und Naturwissenschaften beeinflusste.

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