1 CD mit 80 Minuten Laufzeit. Der Schauspieler Ercan Durmaz erzählt, wie aus der christlichen Hagia Sophia eine muslimische Moschee wurde und in Istanbul die städtisch-islamische Kultur aufblühte, vor allem mit den Palästen und Moscheen des bedeutenden Baumeisters Mimar Sinan, der u. a. unter Sultan Süleyman dem Prächtigen wirkte. Kalligrafie, osmanische Dichtung, Musik und Miniaturmalerei prägten das Reich ebenso wie die westeuropäische Kultur, die im 19. Jahrhundert u. a. mit der Oper Einzug in Istanbul hielt. Mit der Ausrufung einer neuen Republik 1923 definierte sich die Türkei als europäischer Nationalstaat. Dichter wie Nazim Hikmet brachten die westliche Moderne in die türkische Lyrik, Ahmed Adnan Saygun komponierte zeitgenössische Musik. Die Istanbul-Biennale und der Literatur-Nobelpreis für den Schriftsteller Orhan Pamuk zeigen die Türkei heute als Zentrum innovativer und anspruchsvoller Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008
Rezensent Jens Bisky ist sehr angetan von der Idee des Silberfuchs-Verlag, der die Zuhörer zur musikalisch illustrierten Reise durch die Kulturgeschichte verschiedener Länder einlädt. Bisky betont zwar, dass sich die - laut Eigenwerbung - "künstlerisch gestaltete CD-Edition" in "hochwertiger Sonderverpackung" von der Routine des Hörbuchmarkts wohltuend unterscheidet, bemängelt aber, dass sie inhaltlich seinen Erwartungen an einen "wegekundigem Reiseführer" nicht ganz erfüllt. Auch wenn die CD "Türkei hören" laut Bisky eine Vielfalt an Sprechern und Musik präsentiert, hatte er doch den Eindruck, dass die dramaturgische Form und die Zusammenhänge der einzelnen Begebenheiten in der Luft hängen bleiben. Bisky hätte sich gewünscht, dass die türkische Sprache ausführlicher charakterisiert und der gewaltige Sprung aus dem Osmanischen Reich in den Staat Atatürks eingehender dargestellt werden. Zum Schluss kritisiert der Rezensent, dass in dem Hörbuch alles bloß auf Vielfalt, Fortschritt, Verständigung hinausläuft, aber die Konflikte und die Ursachen der Konflikte nicht gar nicht angesprochen werden.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…