Marta Kijowska

Nichts kommt zweimal vor. Wisława Szymborska.

Eine Biografie
Cover: Nichts kommt zweimal vor. Wisława Szymborska.
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2023
ISBN 9783895611933
Gebunden, 320 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen. Eine verehrte Dichterin voller Eleganz, verschlossen und öffentlichkeitsscheu. Eine zierliche Kettenraucherin mit einem Faible für Camping, für Ella Fitzgerald und Woody Allen, die unter Freunden aufblühte, Limericks und practical jokes liebte. Wer war Wisława Szymborska, die diese Facetten in sich vereinte und 1996 als Literaturnobelpreisträgerin auf einen Schlag weltberühmt wurde? Im ersten deutschsprachigen Porträt der Dichterin spürt Marta Kijowska einer Frau nach, die auf einem Landgut bei Posen aufwächst, um dann mit der Familie nach Krakau überzusiedeln. Die Biografin zeichnet ein Jahrhundert voller Verwerfungen von Krieg, Besatzung, kommunistischer Herrschaft und der anschlie- ßenden Befreiungsbewegung der Solidarność nach und beschreibt, wie all das sich auf Szymborskas Arbeit und ihre Beziehungen auswirkt.In Nichts kommt zweimal vor bringt uns Marta Kijowska, die große Kennerin der polnischen Literatur, eine faszinierende Persönlichkeit näher, deren vielbeachtete Gedichte - mal verspielt und selbstironisch, mal bitter und tieftraurig - bis heute berühren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2023

Von Marta Kijowska kann Rezensent Ulrich M. Schmid einiges über die polnische Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska erfahren: So widmet er sich ausführlich den verschiedenen, auch politischen Stationen, an denen sich die Dichterin im Laufe ihres Lebens aufgehalten hat. Dass sie in wechselhaften Zeiten zwischen polnischen Unabhängigkeitsbestrebungen, Nazi-Okkupation, Stalinismus und wieder Unabhängigkeit und EU-Beitritt gelebt hat, bringt die Literaturkritikerin Kijowska Schmid auf ansprechende Weise näher, aus diesen Umständen nimmt er auch neue Ansätze zur Interpretation des Werkes mit und vor allem die Erkenntnis, dass Szymborska mit ihrer Lyrik "wesentliche weltliterarische Fragen auf Polnisch" gestellt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2023

Nur staunen kann Rezensentin Christiane Pöhlmann über die erste deutsche Biografie über die polnische Dichterin Wisława Szymborska, 1996 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: Autorin Marta Kijowska schreibt über ihr Subjekt fast so lyrisch wie diese ihre Gedichte, die vom Alltäglichen handeln, vom Staunen über die Welt und das Leben. Szymborksa hat zurückgezogen gelebt, weiß Pöhlmann, und sie rechnet es Kijowska hoch an, dass sie nicht versucht, diese Zurückgezogenheit durch Erklärungen zu stören, sondern stattdessen über die Dichterin erzählt, "verehrend, aber nie verklärend." Dabei zeigt sie gute Kenntnis des Werks, ohne in literaturwissenschaftlichen Duktus zu verfallen, lobt die Kritikerin, so kommt sie mit vielen Anekdoten und Zitaten in den Genuss von Formulierungen wie "Kornel, du Mangelware!" als Begrüßung und liest diese Biografie selbst wie ein Gedicht.
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