Gavriel Savit

Anna und der Schwalbenmann

(ab 14 Jahre)
Cover: Anna und der Schwalbenmann
cbt Verlag, München 2016
ISBN 9783570164044
Gebunden, 272 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sophie Zeitz-Ventura. Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben - in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2016

Zweiter Weltkrieg, Holocaust, Mord, Vergewaltigung - ganz schön happig für einen Jugendroman, gibt Rezensen Dietmar Dath zu. Gavriel Savit schenkt seinen jungen Lesern nichts, aber so muss es bei diesem Thema auch sein, findet Dath, dem selbst die Fantasien, mit denen sich die junge Anna vor dem Grauen abschottet, noch zu tröstend sind. Insgesamt aber doch eine Leseempfehlung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.04.2016

Nicht immer tut es Büchern über historische Stoffe gut, zumal über so schwierige wie den Zweiten Weltkrieg, wenn ihnen fantastische Elemente beigefügt werden, weiß Christine Knödler. Im Falle von Gavriel Savits Debütroman "Anna und der Schwalbenmann" bereichern sie das Buch aber ungemein, findet die Rezensentin. Als Annas jüdischer Vater in Warschau aufgegriffen wird und verschwindet, hilft ihr der ominöse Schwalbenmann bei der Flucht, erklärt Knödler. Wie der Wald, durch den die beiden fliehen, haben die Figuren dieses Romans etwas Märchenhaftes und die konkrete Geschichte öffnet sich als Parabel für weit allgemeinere Gedanken, lobt die Rezensentin, die in Savits Buch eine neue Art des Erzählens erkennt.
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