Aus einer ganz anderen Perspektive als sie sonst in Deutschland üblich ist, blickt Markus Meckel zurück auf die jüngste deutsche Geschichte - auf die DDR der achtziger Jahre, den Einsatz kleiner Gruppen für Freiheit, Recht und Demokratie, auf ihren Durchbruch im Herbst 1989 und die deutsche Einheit 1990. Mit Selbstbewußtsein behauptet Meckel, daß die deutsche Einheit viele Beteiligte und Väter hat, und etliche davon im Osten Deutschlands. Seit zehn Jahren arbeitet er als Abgeordneter des Deutschen Bundestages. In verschiedenen Beiträgen reflektiert er auch seine Existenz als ostdeutscher Politiker im vereinten Deutschland. Als letzter Außenminister der DDR schlägt Meckels Herz nach wie vor für die Außen- und Sicherheitspolitik, bei der für ihn Polen eine besondere Rolle spielt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.05.2001
Wilfried von Bredows Urteil über dieses Buch Meckels, der vor der Wiedervereinigung ein halbes Jahr lang Außenminister der DDR war, ist zwiespältig. Der Rezensent weiß aus Erfahrung, dass der gewöhnliche Leser vor solchen Sammelbänden normalerweise "Reißaus" nimmt. In diesem Fall wäre das aber sehr bedauerlich, so Bredow, da sich so manches in den 26 Texten finde, dem "durchaus Aufmerksamkeit" gebühre. Besonders den Ausführungen über die Zeit kurz vor dem Fall der Mauer kann man nach Einschätzung des Rezensenten viel von Meckels "persönlichem Mut, Organisationsgeschick und Standfestigkeit" entnehmen. Und so bedauert er, dass es eben doch nur ein Sammelband mit zum großen Teil bereits publizierten Reden, Aufsätzen und Interviews geworden ist und kein "richtiges Buch".
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