Markus Köhlerschmidt, Stefanie Voigt

Die philosophische Wollust

Sinnliches von Sokrates bis Sloterdijk
Cover: Die philosophische Wollust
Primus Verlag, Darmstadt 2011
ISBN 9783896787217
Gebunden, 192 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Dieses amüsante und mit einem ironischen Augenzwinkern geschriebene Büchlein erzählt wie sich Philosophen und Philosophinnen von Sokrates bis Sloterdijk und Judith Butler zum Thema "Sex" verhielten und verhalten. Dabei lernt man nicht nur Erstaunliches über das gar nicht so prüde Denken vieler klassischer Philosophen, sondern liest auch diverse amüsante Anekdoten aus deren Leben und darüber, wie sich das urexistenzielle Thema "Sex" in ihren philosophischen Theorien spiegelt. So zeigt sich, das Philosophie und Sex, das Erhabene und das Vulgäre, keineswegs so strikt von einander getrennt werden können, wie man gemeinhin glaubt. Der hier vollzogene Gang durch die Geschichte des Denkens erstreckt sich von der Antike bis heute − von Platons Eros bis zu Nietzsches Peitsche und darüber hinaus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.04.2011

Lesenswert durchaus, essenziell jedoch nicht findet Rezensent Matthias Waha, was zum Thema Sex und Philosophie (oder Philosophie der Sexualität) hier in recht kurzen Artikeln zusammengetragen worden ist. Ein derridistisch inspiriertes Loblied auf den Dildo zum Beispiel, der manche Geschlechterverkehrdifferenz ausgleicht. Natürlich geht es bei Sokrates los, lässt die Probleme, die Abelaerd aufgrund seiner Beziehung zu Heloise bekam, keineswegs aus und hört dann erst bei Sloterdijk auf. Weit ist der Rahmen gespannt, nur wird Waha den Eindruck nicht los, dass die weit auseinanderliegenden Sphären der Philosophie und des Sexus, die hier zwischen zwei Buchdeckeln zu Bettgenossen zusammengespannt werden, einander womöglich so viel doch nicht zu sagen haben.
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