Aus dem Englischen von Nele Junghanns. Es beginnt mit einer Verwandlung: Am Boden schwer und ungelenk, verlässt das Flugzeug nach einem Spurt die Erde und steigt federleicht in den Himmel. An den Passagieren ziehen glitzernde Metropolen und vereiste Gebirge vorüber. Wie ist es möglich, dass wir eine Reise durch die Luft unternehmen können? Von einem Kontinent zum anderen schweben? Mark Vanhoenacker arbeitete als Journalist, bevor er sich seinen Lebenstraum erfüllte. Heute steuert er Flugzeuge über den ganzen Globus, das Staunen hat er trotzdem nicht verlernt: über die Technik genauso wie über die Schönheit und die Verletzlichkeit der Erde unter ihm. Vielleicht ist das Fliegen nämlich doch ein Wunder, wenn man nur mit offenen Sinnen reist.
Der Pilot Mark Vanhoenacker hat ein Buch übers Fliegen geschrieben, erzählt Rezensent Norbert Zähringer. Darüber, dass man sich nie daran gewöhnt, innerhalb weniger Stunden die Kontinente zu wechseln, dass der Kopf immer ein klein wenig hinterherhinkt, über den vertrauten Blick aus der Vogelperspektive, der Städte bei Nacht an ihren Lichtern wiedererkennt, fasst der Rezensent zusammen. Vanhoenackers "Himmelhoch" sei dabei weniger der Erfahrungsbericht eines Berufsfliegers als eine kleine "Poetik des Fliegens". Nur die Redundanzen, die Vanhoenackers Alltag zwischen Flughafenhotels nichtsdestotrotz in seine Erzählung einbringen, findet der Rezensent irritierend, die mögen aber durchaus beabsichtigt sein, vermutet er.
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