Marina Budhos

Es gibt uns doch

Roman (Ab 12 Jahre)
Cover: Es gibt uns doch
dtv, München 2008
ISBN 9783423782203
Kartoniert, 202 Seiten, 5,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Eva Riekert. Schon seit acht Jahren lebt die heute 14-jährige Nadira aus Bangladesh mit ihrer Familie in New York. Ihre Eltern haben Arbeit gefunden, und Nadira ist hier zuhause. Sie besucht, wie auch ihre ältere Schwester Aisha, das College, sie hat ihre Freundinnen, sie hat ihre Träume - was sie nicht besitzt, ist ein gültiger Pass. Nadiras Familie ist illegal im Land, seit ihr Touristenvisum abgelaufen ist und keiner der bisher engagierten Anwälte eine Aufenthaltsgenehmigung erwirken konnte. Doch mit den Ereignissen des 11. September ändert sich die Situation für Muslime schlagartig, und aus Angst nun tatsächlich abgeschoben zu werden, sucht die Familie in Kanada um Asyl an. Noch an der Grenze wird der Vater als "Sicherheitsrisiko" kurzerhand inhaftiert, während die Schwestern vorerst nach New York zu einer Tante zurückgeschickt werden. Wie gelähmt scheinen alle aufzugeben, bis ausgerechnet die sonst so zurückhaltende Nadira aus dem Schatten ihrer erfolgreichen älteren Schwester tritt und beschließt, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Mutig kämpft sie schließlich um ihren Vater und für eine gemeinsame Zukunft in Amerika - und geht damit erstmals auch in die Öffentlichkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.07.2008

Lobend äußert sich Antje Weber über Marina Budhos' Jugendroman um eine Familie von illegalen Einwanderern in New York. Sie attestiert der Autorin, das politisch brisante Thema packend umzusetzen und dank eines persönlichen Zugangs, der Ich-Perspektive einer pummeligen, nicht gerade selbstbewussten Vierzehnjährigen, Verständnis für die schwierige Lebenssituation der Familie zu wecken. Außerdem haben ihr die klare Sprache mit den vielen Alltagsdialogen und die dramatische Handlung gefallen. Ihr Fazit: eine "spannende Lektüre".

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