Alina Bronsky

Der Zopf meiner Großmutter

Roman
Cover: Der Zopf meiner Großmutter
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2019
ISBN 9783462051452
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Max' Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart-herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie erst als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang. Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Über einen Jungen, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie gehört haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.05.2019

Rezensentin Petra Kohse verrät nicht zu viel, denn Alina Bronskys Unterhaltungsroman lebt vom Was, wie sie erläutert. Berührend und überraschend verarbeitet die Autorin dieses Was in ihrem neuen Roman, erzählt vom kleinen Maxim, seinen Großeltern und dem Leben der Russen in deutschen Wohnheimen, so Kohse. Heiter und absurd wird Gesellschaftliches (Geburt, Tod, Tanz) behandelt, erklärt die Rezensentin, die das Buch für Jung und Alt empfiehlt.