Aus dem Amerikanischen von Manfred Allie. Marijane Meakers Erinnerungsbuch beginnt wie ein Liebesroman, komplett mit exotischem Dekor, schnellen Dialogen und einem Who?s Who der New Yorker Intellektuellenszene. Es sind die wilden 1950er Jahre, als eine neue Generation von Künstlern sich im Greenwich Village trifft, um Literatur und Sexualität neu zu erfinden. Als sie sich 1959 kennen- und - sofort - liebenlernen, ist Marijane Meaker 32 und eine aufstrebende Autorin von Thrillern, Jugendbüchern und lesbischen Liebesgeschichten; Patricia Highsmith ist 38, ein glamouröser Weltstar und für viele im Village ein mutiges Vorbild.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.05.2006
Lobend äußert sich Rezensent Milo Rau über Marijane Maekers Erinnerungen an ihre Zeit mit Patricia Highsmith, die sie 1959 in einer Lesbenbar in Manhattan kennen gelernt hatte. Rau betrachtet diese Erinnerungen nicht nur als "Nacherzählung einer schwierigen, da lesbischen Liebe", sondern würdigt sie auch als genaues Porträt der amerikanischen fünfziger Jahre in ihrer "komischen Lügenhaftigkeit". Maeker liefere die "Geografie eines versunkenen, abstrus intoleranten, innerlich aufbegehrenden Landes". Deutlich wird für Rau zudem die tiefe Ambivalenz von Highsmith, die als "kühle Nonkonformistin" Claire Morgan auftrat, aber zugleich eine unsichere, auf banalen moralischen Grundsätzen beharrende Kleinstädterin war.
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