Mit Illustrationen von Andrés López. Aus dem Spanischen von Silke Kleemann. Ein Pferd galoppiert über den Küchentisch, ein Gespenst kommt aus der Tasche, Sterne steigen in Häuser hinab, Berge laufen davon. All das erzählt uns eine schnell vertraute Stimme, nimmt uns mit auf eine Reise, auf der der Alltag durchbrochen und das Wunder sichtbar wird. Gemeinsam entdecken wir eine Welt hinter der Welt, zwischen den Dingen, in der alles möglich ist: beobachten, staunen, verbinden, träumen, eine neue Sprache erfinden. Und auch Geburt, Leben und Abschied finden darin ihren Platz. María José Ferrada dichtet mit kindlichem und philosophischem Blick über die Magie des Alltags, des Lebens und der Dinge.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2023
Rezensent Nico Bleutge lässt sich mit Vergnügen, mit Neugier und mit höchster Aufmerksamkeit vom feinen Schimmer (ver-)führen, der ihn durch die Verse in María José Ferradas "Als du Wolke warst" leitet. Immer wieder taucht es auf in den Gedichten der chilenischen Autorin, dieses Leuchten und Beleuchten - als Anregung etwa, genau zu beobachten, einen erhellenden Blick zu werfen auf den Horizont oder auf den Frühstückstisch und so imaginativ mitzuerleben, wie plötzlich ein winziges Pferd zwischen Aufstrich und Kaffee daher galoppiert. Auch in Andrés López' Zeichnungen wird das Licht als zentrale Metapher immer wieder aufgegriffen, ohne den Wörtern allerdings ihre Kraft zu nehmen - jenen Wörtern, für die Silke Kleemann stets treffende deutsche Entsprechungen findet, so der angeregte Rezensent.
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