Aus dem Englischen von Rita Seuss. Wenn man darüber nachdenkt, was einmal bleiben soll, kommt das Leben jetzt in Ordnung. Frau Magnusson zeigt wie!
In Schweden gibt es eine Tradition, die sich Döstädning nennt - die Kunst die Dinge des Lebens zu ordnen. Es geht darum, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, darüber nachzudenken, was man bewahren und weitergeben möchte. Keiner weiß darüber mehr als die über achtzigjährige Margareta Magnusson. Sie hat für sich bewusst entschieden, was sie weitergeben will und was dem Vergessen anheimfallen soll und dies in ihrem Buch 'Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen' festgehalten. Ob es sich um Erbstücke, Familiengeheimnisse oder den Facebook-Account handelt, sie weiß, wie man damit umgehen muss. Egal in welchem Alter man sich befindet, Frau Magnusson hilft uns lebensklug und charmant. Sie weiß, wie wir uns das Leben einfacher machen können. Denn wenn man an das denkt, was über den Tod hinaus bleiben soll, kommt überraschenderweise das Leben in Ordnung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2018
Hannes Hintermeier lernt von der Autorin Margareta Magnusson, wie man aufräumt, bevor man stirbt. Dass man den Hinterbliebenen nicht einen vollen Kleiderschrank oder einen unaufgeräumten Dachboden, einen Haufen Fotos oder Kram hinterlässt, findet die Autorin selbstverständlich. Häufiges Umziehen prädestiniert die Autorin laut Hintermeier dazu, uns die Haushaltsauflösung ante mortem zu erklären. Dass sie das in einfacher Sprache macht, lebensklug und ohne Melancholie, findet der Rezensent passend.
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