Manfred Zittel

Erste Lieb' und Freundschaft

Goethes Leipziger Jahre
Cover: Erste Lieb' und Freundschaft
Mitteldeutscher Verlag, Leipzig 2007
ISBN 9783898124676
Gebunden, 248 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

1765 wird Goethe vom Vater zum Jurastudium nach Leipzig geschickt. Doch nutzt der Sechzehnjährige die Zeit lieber anders, flaniert durch die modische Messestadt, besucht Gellerts Literaturkurs und nimmt Zeichenunterricht bei Oeser, er schauspielert und lernt die Kupferstecherei. Aus den vielen anregenden Begegnungen der Leipziger Zeit stechen zwei hervor: In Wolfgang Behrisch findet der dichtende Student seinen ersten ernsthaften Kritiker und in der Wirtstochter Katharina Schönkopf seine erste Liebe. Dennoch werden beide später in "Dichtung und Wahrheit" nur beiläufig erwähnt - und seither von der Goethe-Forschung mehr oder weniger übersehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.08.2009

Vorzüglich bekommt Gustav Seibt bei Manfred Zittel des jungen Goethes frühes Leid auseinandergesetzt. Pädagogisch wertvoll findet Seibt die von Zittel vorgeschlagene Lektüre der Leipziger Briefe einmal nicht unter stilistischen Aspekten, sondern als Zeugnisse einer Pubertätskrise. Dass der Autor mit seiner Perspektive auf Liebe und Freundschaft zudem auch einmal Goethes Adressaten und ersten Erzieher Ernst Wolfgang Behrisch ins Blickfeld rückt, freut Seibt ungemein. Und wenn sich Zittel den vollen Wortlaut der Briefe vornimmt, gerät der Rezensent mitten hinein ins Drama. Zum Werther ist?s von da nicht weit, meint er.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2008

Christian Schärf hat Manfred Zittels Buch über Goethes Leipziger Jahre sehr positiv aufgenommen. Er attestiert dem Autor, diesen Lebensabschnitt des Dichters in einem "neuen Licht" erscheinen zu lassen und eingehend darzustellen. Besonders hebt er Zittels Auffassung hervor, die Wurzeln von Goethes Sprache der Leidenschaft, die später etwa im "Werther" ganz Europa begeistern sollte, lägen in seiner Leipziger Zeit. Auch wenn Schärf die Präsentation der Thesen etwas gebetsmühlenhaft anmutet, hält er sie doch für recht plausibel und wohl begründet. Zudem lobt er die sorgfältige Recherchen des Autors - er nennt hier vor allem die Auswertung von dreiundsechzig erhaltenen Briefen Goethes zwischen dem 12. Oktober 1765 und dem 20. Februar 1770 - sowie seine "differenzierte" Darstellung.

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