Manfred Permoser

Die Wiener Symphoniker im NS-Staat

Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783631368275
Broschiert, 212 Seiten, 33,23 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Mit dieser Publikation wird die Geschichte der Wiener Symphoniker während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Österreich dargestellt. Beginnend mit der bereits 1933 einsetzenden systematischen Politisierung (gezielte "Arisierung") erfolgte mit der Machtübernahme 1938 die Kommunalisierung durch die Gemeinde Wien und damit die nationalsozialistische Vereinnahmung. Kapitel über die Problematik kaum erfolgter Entnazifizierung sowie die "Arisierung" des Orchesters und ihre Spätfolgen ergänzen die Studie. Auch eine chronologische Auflistung der im Konzerthaus und Musikverein zwischen 1938 und 1945 veranstalteten Konzerte des Orchesters ist Teil der Arbeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2001

Rezensent "tsr" zieht den Hut. Die verdrängte braune Vergangenheit der Wiener Symphoniker ans Licht zu holen, dünkt ihn mutig. Aber auch die Art und Weise, wie das verfügbare Quellenmaterial ausgewertet wird, wie die Politisierung des Orchesters, die Repertoiregestaltung etc. behandelt werden, scheint bewunderungswürdig: Im Allgemeinen, so "tsr", zeige der Autor einen "objektiven Stil ohne Schuldzuweisungen" und lasse die Fakten für sich sprechen.