Kriege sind im Mittelalter allgegenwärtig, denn kaum ein Jahr vergeht ohne Fehden und Feldzüge. Wie aber müssen wir uns die damaligen Kriege vorstellen? Malte Prietzel setzt aus den einzelnen Mosaiksteinen ein Gesamtpanorama zusammen: Von den Heereszügen der Karolingerzeit bis zu den Kriegen des Spätmittelalters, von der Ausrüstung bis zu den sozialen Folgen zeigt er anschaulich das kriegerische Mittelalter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.04.2007
Christian Jostmann schränkt zwar ein, dass Malte Prietzels Buch über Kriegsführung im Mittelalter ein wenig eindimensional geraten sei. Beispielsweise werde völlig ausgeblendet, was die Kriege für die normale Bevölkerung bedeuteten, obwohl der Klappentext anderes verspreche. Doch in dem, was das Buch leistet, ist es in den Augen des Rezensenten durchaus gelungen: Es gibt eine durchaus "instruktive Einführung in die mittelalterliche Wehrkunde und Kriegskunst, ihre gesellschaftlichen Bedingungen und Auswirkungen". So hat Jostmann in dem Buch etwa erfahren, wie zum Beispiel der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich mit der Entstehung moderner "effizienter" Staaten zusammenhängt. Doch eine weitergehende Bewertung findet zum Bedauern des Rezensenten nicht statt. Beispielsweise erscheint der Krieg als solcher - es geht ausschließlich um Kriege auf dem Landweg, nicht um Seekriege - "als Gegenstand rationalen Handelns".
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