Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. Malachy McCourt verläßt 1952 Limerick, den Ort seiner Kindheit und den Ort der Armut und Entbehrung. Auf dem Zwischendeck der "Amerika" bricht er auf nach New York. Der Wille, nie wieder Hunger leiden zu müssen, treibt ihn voran. Scheinbar für immer entflieht Malachy dem jähzornigen und alkoholkranken Vater und den Erniedrigungen seiner Mutter Angela.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
In einer Doppelrezension bespricht Bruno von Lutz Frank McCourts "Ein rundherum tolles Land" zusammen mit dem Roman seines Bruders Malachy McCourt "Der Junge aus Limerick". Dabei schneiden die Bände der McCourt-Brüder recht unterschiedlich ab. Zwar ähneln sich die beiden Romane in ihrer Thematik, allerdings findet von Lutz "Ein rundherum tolles Land" weitaus ergiebiger als "Der Junge aus Limerick". Der Rezensent begrüsst, das Frank McCourt sich - anders als sein Bruder Malachy - nicht so sehr auf Anekdotik, Gags und Pointen beschränkt. "Ein rundherum tolles Land" besteche durch die Mischung von Sentimentalität, Komik, Weisheit und Liebe. Lediglich der moralisierende Unterton schrammt nach Ansicht des Rezensenten um ein Haar das "trivial Süssliche". An Malachy McCourts Buch stört ihn das Auftürmen von Pointen, starken Sprüchen, Bettgeschichten und dergleichen mehr, garniert durch hartnäckiges name-dropping: Das sei zwar manchmal witzig, mache den Leser aber "wohl kaum klüger".
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