Herausgegeben von Hans Bergemann, Ralf Dose, Marita Keilson-Lauritz und Kevin Dubout. Mit 164 Abbildungen. Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868-1935) führte während seines Exils in Frankreich zwischen 1933 und 1935 ein "Gästebuch", in das sich nicht nur seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher eintrugen. Er nahm dieses Buch auch gelegentlich mit auf Reisen, wenn er selbst privater Gast war oder an Veranstaltungen teilnahm. Das Gästebuch versammelt Einträge von Freundinnen und Freunden wie von flüchtigen Bekannten; prominente Namen stehen neben uns völlig unbekannten.Hirschfelds "Gästebuch" wird heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach verwahrt. Es wird hier in einer vollständigen Edition mit den Abbildungen der Originalseiten vorgelegt. Die Einträge wurden transkribiert und, wenn fremdsprachig, auch übersetzt. Die Edition enthält biographische Angaben zu den Personen und zu den Beziehungen, in denen sie zu Magnus Hirschfeld standen. Das Gästebuch umfasst Einträge von mehr als 260 Personen, viele davon ebenfalls deutsche Emigrantinnen und Emigranten. Daneben finden sich zahlreiche Französinnen und Franzosen sowie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, außerdem fast 90 Erinnerungsfotos. Ausführliche Einleitungstexte geben Informationen zur Entstehungsgeschichte des Buches und zur Situation Hirschfelds im Exil in Frankreich. 182 Kurzbiografien und ein umfangreiches Verzeichnis der verwendeten Literatur machen dieses Gästebuch zu einem wichtigen Nachschlagewerk für die Exilforschung.
Rezensent Tilman Krause freut sich, dass pünktlich zum hundertjährigen Jubiläum der Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft nun auch das Exil-Gästebuch von Magnus Hirschfeld editiert wurde. In der, wie der Kritiker meint, wunderbar und reichhaltig faksimilierten Ausgabe entdeckt er die Einträge von nicht weniger als 260 Gästen, die Hirschfeld in seinem französischen Exil aufsuchten: Das "Who is Who" der deutschen Emigranten; kyrillische, arabische und hebräische Einträge beweisen aber auch Hirschfelds internationale Kontakte, fügt Krause hinzu. Ein kenntnisreicher Anmerkungsapparat rundet den Band für den Rezensenten ab.
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