Im Mai 1923 bricht Bernhard von Wattenwyl im Auftrag des Naturhistorischen Museums Bern zu einer Expedition durch Ostafrika auf. Sein Leben lang träumte der begeisterte Großwildjäger von dieser Reise und überredet nun seine Tochter Vivienne, ihn zu begleiten. Anderthalb Jahre später und nach 2000 km beschwerlichem Fußmarsch wird der Vater an der Grenze zu Belgisch-Kongo von einem Löwen getötet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.07.2002
Ziemlich begeistert ist die Rezensentin Roswitha Budeus-Budde von dieser Biografie. Das liegt zum einen daran, dass die Lebensgeschichte der afrikareisenden Jägerin Vivienne von Wattenwyl gut und spannend erzählt ist: Der Autor "Lukas Hartmann verbindet die unterschiedlichen Facetten dieses Lebens mit einer sehr sinnlichen Erzählweise". Darüber hinaus sei die Lebensgeschichte der Tochter eines leidenschaftlichen Jägers aufgrund ihrer Beispielhaftigkeit interessant, denn der "Autor stellt ein ungewöhnliches Frauenleben exemplarisch für den Anfang des 20.Jahrhunderts dar". So funktioniert die Biografie nach Ansicht der Rezensentin auf verschiedenen Ebenen. Auch die dramaturgische Komposition des Ganzen gefällt ihr sehr gut: Von Wattenwyls Geschichte wird nicht einfach chronologisch erzählt, sondern "in Episoden zergliedert", die wechselnde Perspektiven auf die Protagonistin erlauben und ein differenziertes Bild von Ort und Zeit jenseits von Klischees und Afrika-Romantik zeichnen, lobt die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2002
Claudia Kramatschek ist begeistert von diesem biografischen Roman, der die Geschichte der Tochter eines Großwildjägers erzählt. Sie ist äußerst fasziniert von der Lebensgeschichte der Protagonistin, deren Verhältnis zum Vater im Zentrum der Geschichte steht und gerät angesichts der Safari-Beschreibungen richtig ins Schwärmen. Die Rezensentin preist den Roman als gelungene Mischung aus Fakten und Fiktion und ist hingerissen vom "großen motivischen Geschick" des Autors, der seine zahlreichen Erzählfäden spannend verwerbe. Lediglich bei der Beschreibung der problematischen Beziehung zu einem Diener im Haus der Heldin sieht sie die Fiktion die lebensgeschichtliche Wirklichkeit "überwuchern". Doch tut dies der Qualität des Romans, der "lebhaften Sprache" und den "kenntnisreichen" Details nicht zuletzt der Welt der Safaris, in den Augen der Rezensentin keinen Abbruch.
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