Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer. Leye Adenles "Amaka"-Trilogie blickt aus verschiedenen Winkeln auf eine Welt der Extreme, immer im pulsierenden Rythmus der westafrikanischen Megacity Lagos: In Spur des Geldes kehrt Amaka zurück und wird in einen politischen Skandal verwickelt: Der Gouverneurskandidat kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Nun macht die Partei Chief Ojo zu seinem Nachfolger. Dessen Leichen im Keller kennt niemand besser als Amaka und so gerät sie zunehmend in den Sog eines aus Korruption, Gewalt, Sex und Macht bestehenden Systems, bei dem es am Ende ums nackte Überleben geht.
Scharf, schnell, hart, spannend - so beschreibt Rezensentin Sonja Hartl diesen zweiten Band der "Amaka"-Trilogie von Leye Adenle, die ein "komplexes Bild" von Nigeria zeichnet. Der Roman startet mit dem Politiker Chief Douglas, der ein Privatflugzeug mit seiner Geliebten besteigt, die er damit auflaufen lässt, denn der Pilot ist ihr Verlobter, der nichts von ihrem Verhältnis weiß - für Hartl bezeichnend für diese Schicht von mächtigen Männern, über die Adenle schreibt. Nach dem Absturz des Flugzeugs ist es nun Chief Ojo, der im Mittelpunkt steht und für Intrigen und Verhältnisse mit minderjährigen Mädchen berüchtigt ist, die Juristin Amaka Mdabiwe will ihn bekämpfen, lesen wir. Sie hat dieses Buch über Nigeria, über solidarische Frauen und über manipulierte Macht mit Spannung gelesen und ist fasziniert vom "flirrenden, rauschhaften Bild", das hier von Nigeria gezeichnet wird.
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