Les Murray

Übersetzungen aus der Natur

Gedichte
Cover: Übersetzungen aus der Natur
Edition Rugerup, Hörby 2008
ISBN 9789189034150
Gebunden, 90 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Margitt Lehbert. In diesen Gedichten schenkt Les Murray der Schöpfung eine Stimme. Pflanzen und Tiere berichten von ihrem So-sein in der Natur und zelebrieren ihre Existenz. Kein Vogel lügt, kein Baum verstellt sich, die Kreaturen sind, was sie ausdrücken, und drücken aus, was sie sind. Selten hat Poesie so geschickt gelobt, was uns umgibt. Daß Les Murray schon seit Jahren auf der Shortlist für den Nobelpreis steht, wundert nicht, wenn man diese Sammlung aus dem Jahre 1992 liest. Die Übersetzerin Margitt Lehbert hat in Absprache mit dem Dichter die besten Tier- und Pflanzengedichte aus dem Band "Translations from the Natural World" ausgewählt und ihnen zwei früherer Texte beigefügt, die laut Les Murray die Inspiration und der Beginn dieser Sammlung waren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2008

Von der Fähigkeit des Dichters Les Murrays, den Dingen, Pflanzen und Tieren ein nahezu menschliches Bewusstsein zu verleihen, ist Jürgen Brocan begeistert. Seine Besprechung der von Margitt Lehbert ausgewählten und Brocans Ansicht nach nahezu kongenial ins Deutsche übertragenen Gedichte "Übersetzungen aus der Natur" erklärt die Hinwendung des Australiers zu Flora und Fauna als Gegenreaktion auf das "Überhandnehmen einer intellektuell exklusiven Gesellschaft" in den achtziger Jahren. Nicht nur zeige der katholische Autor "die allen Dingen innewohnende Heiligkeit" und stelle die menschliche Überlegenheit gegenüber der Natur in Frage, auch die schöne Aufmachung der Gedichtsammlung, die "bis zum ekstatischen Bersten gefüllte Sprache" und die beigelegte CD finden das ungebrochene Lob Brocans.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2008

Gern hat sich Tobias Lehmkuhl von diesen Gedichten auf den "Grund des Seins" hinabführen lassen, ohne dabei die menschlichen Seelenqualen schultern zu müssen. Als fern jeder dadaistischen Spielerei angesiedelte Kunst erscheinen ihm Les Murrays "Sprachexplosionen" so erfrischend wie glaubwürdig. Einmal die Welt lautmalerisch aus der Sicht der Fledermaus fassen. Oder des Pottwals. Diese "Klanggewitter" von archaischer Wucht erschüttern den Rezensenten nicht, sondern lassen ihn staunen: Flora und Fauna eine Stimme zu geben, dieser "Kunstgriff funktioniert". Vor allem, so findet Lehmkuhl, als vom Autor auf CD eingespieltes Hörerlebnis.
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