Lee Child

Der Janusmann

Roman
Cover: Der Janusmann
Blanvalet Verlag, München 2005
ISBN 9783764501815
Gebunden, 477 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner. Sechs Jahre sind es nun, seit Jack Reacher als Spitzenermittler aus dem Militärdienst ausgeschieden ist. Seitdem ist er unterwegs. Ohne Familie, ohne offizielle Adresse, ohne Telefon, ohne Bankkonto. Bis er eines Abends in Boston zufällig einem Mann begegnet, der eigentlich tot sein müsste. Ein Schatten aus seiner Vergangenheit. Und Jack Reacher hasst unerledigte Geschäfte. Er will wissen, wem der Cadillac gehört, in den Quinn eingestiegen ist - der Mann mit den unverwechselbaren Narben auf der Stirn. Die Anfrage bei seiner alten Dienststelle beschert ihm den Besuch zweier Agenten. Ihr Interesse gilt Zachary Beck, einem Top-Rauschgiftdealer, in dessen Haus Quinn lebt. Und schon findet sich Reacher mitten in einer hochriskanten Ermittlung wieder - als Leibwächter in Becks Haus, das einer Festung gleicht. In einem mörderischen Showdown.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.09.2005

Tobias Gohlis stellt zwei Krimiautoren vor, deren Bücher, wie er findet, unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach Lee Childs Büchern, gibt er unumwunden zu, ist er geradezu "süchtig". Ein "begnadeter Spannungsautor", der durch seine Arbeit als Fernsehproduzent um "Spannungsbögen" und das richtige "Timing" weiß, schwärmt der Rezensent. Auch in seinem jüngsten Buch "Der Janusmann" ist der ehemalige Militärpolizist Jack Reacher zur Lösung eines gefährlichen Falls aufgerufen, er soll durch die fingierte Entführung eines "reichen Muttersöhnchens" einer Gruppe von Dealern das Handwerk legen, fasst Gohlis zusammen. Die Figurenzeichnung erinnert ihn mit ihren "holzschnittartigen Charakteren" und "bedeutungsvollen Accessoires" an Comics und er fragt sich, welche archaischen Gefühle die Bücher Lees mit ihren "Variationen der gleichen Geschichte" eigentlich ansprechen.