Aus dem Amerikanischen von Thomas Haufschild. Die Nachricht ist ein Schock: Ausgerechnet Lincoln Rhymes Cousin Arthur soll einen Mord begangen haben! Alle Beweise sprechen gegen ihn, doch ist Arthur Rhyme wirklich schuldig? Lincoln und seine Partnerin Amelia Sachs verfolgen einen der hinterhältigsten Killer, mit dem sie es je zu tun hatten. Sie jagen einen Mann, der wie besessen alles sammelt - von einfachen Abfällen über die intimsten Details seiner Opfer bis hin zur ultimativen Trophäe: dem menschlichen Leben selbst. Ihr Gegner ist ein skrupelloser Verbrecher, der mit Leidenschaft foltert und tötet, dessen schärfste Waffe jedoch sein unermesslicher Schatz an geraubten Informationen ist.
Dieser Internetkrimi muss es in sich haben, lässt sich aus der Rezension von Tobias Gohlis schließen, und zwar nicht nur, was die Menge abgesaugten Datenbluts betrifft. Auch sonst scheinen die Perspektiven auf die Nutzung des Netzes derart erschreckend zu sein, dass der Rezensent ernsthaft die Rückkehr ins analoge Zeitalter erwägt. Autor Jeffery Deaver wird als Spannungsspezialist eingeführt, seine Twists im Plot aus der "Furcht einflößenden Welt kommerzieller Informationsherrschaft" beeindrucken Gohlis sehr, in der ein digitaler Moloch namens SSD Finsteres vollführt und dabei alle Internetalbträume wahr werden lässt. Trost bietet Gohlis lediglich die Erwartung, dass man nach sieben Thrillern um den querschnittsgelähmten Spurenanalytiker Lincoln Rhyme und seiner Agentin am Tatort, Amelia Sachs, diesmal eventuell fest mit dem Sieg des Superdetektivs rechnen kann.
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