Mit Beiträgen von Laurids Ortner, Lisbeth Waechter-Böhm und Gerwin Zohlen. Die Bauten und Projekte, welche die Architekten Laurids und Manfred Ortner in dreißig Jahren geschaffen haben, bilden den Grundstoff für jene Stichworte, aus denen diese erste und umfassende Monographie über ihr bislang vorliegendes Werk aufgebaut ist. Durch die lexikalische Erläuterung dieser Begriffe, denen die Abbildungen zu den Arbeiten gegenübergestellt sind, formt sich ein eigenwilliges Wörterbuch der Baukunst, das über den dokumentarischen Wert hinaus eine allgemeine Anwendbarkeit auf zentrale Themen des Bauens als Kunst entwickelt. Die unterschiedlichen Standpunkte von drei Autoren ermöglichen die differenzierte Auseinandersetzung mit einem architektonischen ?uvre, das zu den schillerndsten seiner Zeit zählt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.02.2001
Mit einem besonderen Wörterbuch hatte sich Jürgen Tietz auseinanderzusetzen. An die Erkenntnis, dass ein Wort eine Aussage über denjenigen zulässt, der es verwendet hat, schließt er die Frage an, was von einem "Wörterbuch der Baukunst" zu erwarten ist. Im Falle der österreichischen Architekten Manfred und Laurids Ortner (früher Haus-Rucker-Co) solle ein Wörterbuch also Aufschluss über deren Arbeiten geben. In der getroffenen "individuellen Auswahl" von 100 Begriffen vermisst er aber einige, so z.B. "monumental" oder "Solitär", die seiner Meinung nach von zentraler Bedeutung gewesen wären. So bleibt ihm ein ambivalentes Gefühl von Verweigerung, Reiz und Belanglosigkeit, welches sich nicht nur auf das "Wörterbuch der Baukunst" sondern auch auf das "architektonische Schaffen" von Ortner & Ortner beziehe.
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