Aus dem Ungarischen von Eva Zador und Wilhelm Drost. Die Aufregung rund um die berühmte Sonnenfinsternis von 1844 vereitelt, dass der alte Dichter und Revolutionär Johann B. von einem ungarischen Gesandten aus seiner lebenslangen Verbannung in Linz befreit wird. Er wird ganz einfach vergessen, und mit ihm stirbt Minerva, die Göttin der Weisheit, die sich als Gehirntumor in seinem Kopf eingenistet hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2009
Geradezu entzückt zeigt sich Franz Haas von Laszlo Marton Roman über die Metternich-Zeit in Linz. Im Mittelpunkt sieht er die Geschichte des ungarischen Dichters Janos Batsanyi, der mit Metternichs Polizeistaat in Konflikt geriet und die letzten drei Jahrzehnte seines Lebens als politischer Verbannter in Linz verbrachte, wo er 1845 verbittert starb. Haas lobt den "melancholisch blitzenden Witz", die "ironische Leichtigkeit" und die literarische Verspieltheit, mit der Marton vom Schrecken der Geschichte, von Österreichs "arroganter Glorie" und Ungarns "steifen Nationalismus" erzählt. So entsteht für ihn ein plastisch historisches Panorama, in dem eine Reihe skurriler Nebenfiguren auftreten. Besonders gefallen hat Haas, wie der Autor die verschrobenen Linzer Provinzgrößen lebendig werden lässt.
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