Drago Jancar

Katharina, der Pfau und der Jesuit

Historischer Roman
Cover: Katharina, der Pfau und der Jesuit
Folio Verlag, Wien 2007
ISBN 9783852563749
Gebunden, 472 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Slowenischen von Klaus Detlef Olof. Liebe, Sünde, Leidenschaft die Geschichte einer jungen Frau zur Zeit des Siebenjährigen Krieges.Schicksalhaft verknüpfen sich die Lebenswege dreier Menschen des 18. Jahrhunderts: Katharina, Tochter des krainischen Gutsverwalters Poljanec, schließt sich den Wallfahrern an, um dumpfer Bigotterie und unerfülltem Begehren zu entfliehen; sie begegnet der großen Liebe, wird dennoch zur Offiziershure. Der Pfau, krainischer Artilleriehauptmann, der im österreichisch-preußischen Krieg um Schlesien in der Armee Maria Theresias dient, stolziert unter ihrem Fenster auf dem Gutshof umher, würdigt sie keines Blickes und erzählt von nie geschlagenen Schlachten. Der Jesuit, ein slowenischer Missionar, hat die gewaltsame Vertreibung der Jesuiten aus Paraguay erlebt. Wieder in Europa, schließt er sich den Köln-Pilgern an und prägt fortan Katharinas Lebensweg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2008

Enttäuscht ist Rezensentin Sabine Berking von diesem Roman des slowenischen Autors Drago Jancar. Sie sieht hier eine verpasste Gelegenheit, denn das Buch hätte ein "großartiger historischer Roman" werden können. Ist es zu ihren Bedauern aber nicht geworden. Berking macht dafür vor allem die Konzentration des Autors auf die Dreiecksgeschichte zwischen einer Frau auf Pilgerreise, einem Jesuiten und dem eitlen Neffen eines Gutsverwalters verantwortlich. Diese Geschichte findet sie ziemlich "zäh" und wenig mitreißend. Zudem kommen ihr die Figuren schablonenhaft und die Szenerie farblos vor. "Für den großen Historienroman fehlt das Panorama", urteilt sie, "für das amouröse Kammerspiel mangelt es den Protagonisten an Fleisch und Blut".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.06.2008

Rezensent Karl-Markus Gauß zeigt sich wirklich beeindruckt von diesem "historischen Meisterroman" des slowenischen Autoren Drago Jancar. Zum einen, weil die an drei Protagonisten aufgehängte Geschichte einer Pilgerfahrt von Slowenien nach Köln zu Zeiten der frühen Aufklärung zeigt, dass es das grenzenlose Europa, das derzeit entsteht, schon einmal gab. Nebenbei erzählt der Autor eine "zu Herzen gehende" Liebesgeschichte. Zum anderen gefällt ihm die "kompositorische Raffinesse" dieses "grandiosen Fresko, das halb entfesselter Totentanz, halb intellektuelle Parabel" sei. Wie Jancar die Leben seiner Figuren verknüpft und den Leser sogar für den Antipathieträger des Trios gewinnt, findet Gauß sehr gelungen - so wie auch die Übersetzung von Klaus Detlef Olof.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2008

Rezensent Jörg Plath stellt gleich zwei Bücher des slowenischen Autors Drago Jancar vor, die er eigentlich nicht empfehlen kann: "Katharina, der Pfau und der Jesuit" und "Der Wandler der Welt". In dem historischen Roman erzählt er von einer verwickelten Dreiecksgeschichte im 18. Jahrhundert zwischen der Jungfer Katharina, dem Jesuiten Simon und dem eitlen Offizier Windisch. Recht "überschaubar" findet der Rezensent die Geschichte und dabei auf 470 Seiten ausgewalzt. Viel Kunsthandwerk findet er hierin, "holzschnittartig" auch die Figuren und die Gewissenqualen des Jesuiten Simon etwa von "ausgesuchter Banalität".
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