Klappentext
Sie trauern und sie furzen, sie lachen und sie ärgern sich, sie wollen möglichst viel Lust und Geborgenheit und starren dann wieder vor sich hin: die Menschen - nein, die Menschenaffen. Jahrelang hat die Lyrikerin Lara Rüter in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. In ihrem Text erzählt sie radikal von den Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung. Im Alltag mit den Affen drängt sich immer wieder dieselbe Frage auf: Wie fühlt es sich an, ein Mensch zu sein? Schwebend vor Gedichtzitaten, Wissenschaftsfragen und Momenten am Gehege zeigt dieser bahnbrechende Essay, wie Schreiben die Welt verändert.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.03.2026
Rezensentin Marie Schmidt freut sich besonders über die Debüts einer Saison - vor allem wenn sie so vielversprechend sind wie in diesem Frühjahr. Existenziell und sehr körperlich geht es da zu, die Debütantinnen spielen mit den Genres und Formen und lassen die Gegenwart im Hintergrund anklingen, bemerkt die Kritikerin. Besonders sticht laut Rezensentin das Buch "Affenliebe" von Lara Rüter hervor, die im Leipziger Zoo Primatenforschung betrieb und in ihrem Text immer wieder eigenes Sozialverhalten mit jenem der Tiere spiegelt. So sinniert Rüter in Form eines Essays über Abtreibung, Suche nach dem leiblichen Vater oder die Rolle der Frau in der Gesellschaft, versteigt sich aber nie zu "übergriffigen Analogien", atmet die Kritikerin auf. Mit Blick auf Initimität und Beziehungsreichtum dieses Textes scheutb Schmidt den Vergleich mit Maggie Nelson oder Annie Ernaux nicht.
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