Christoph Meckel gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Stimmen der deutschen Poesie. Auch in seinem neuen Band, der Gedichte aus den letzten Jahren versammelt, findet sich wieder die harte Fügung, die verstörenden, zuweilen aggressiven Bilder. Und doch erklingt in seiner Lyrik zuweilen auch ein anderer Ton, ein elegischerer, gelassenerer Rhythmus, der auf Landschaften zurückblickt, auf Orte und Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2011
Der tiefe Ernst in den neuen Gedichten Christoph Meckels macht der Rezensentin die Lektüre nicht eben leicht. Beate Tröger scheint sich zu sehnen nach der spielerischen Leichtigkeit und Sinnlichkeit in früheren Texten des Autors. Hier blitzt sie stets nur kurz auf. Es dominieren Fremdheit und Entfremdung und Bürde des Alters, die Tröger im Ausdruck gespiegelt sieht: "Statuen, Köder aus Stein, unbewegt ohne Stimme?" Eine Schwermut, findet Tröger, wie sie Celan treffend beschreibt als "Unendlichsprechung von Sterblichkeit und Umsonst".
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