Carl Hanser Verlag, München 2026
ISBN
9783446284531 Gebunden, 288 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Sie trauern und sie furzen, sie lachen und sie ärgern sich, sie wollen möglichst viel Lust und Geborgenheit und starren dann wieder vor sich hin: die Menschen - nein, die Menschenaffen. Jahrelang hat die Lyrikerin Lara Rüter in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. In ihrem Text erzählt sie radikal von den Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung. Im Alltag mit den Affen drängt sich immer wieder dieselbe Frage auf: Wie fühlt es sich an, ein Mensch zu sein? Schwebend vor Gedichtzitaten, Wissenschaftsfragen und Momenten am Gehege zeigt dieser bahnbrechende Essay, wie Schreiben die Welt verändert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2026
Rezensentin Marie Schmidt freut sich besonders über die Debüts einer Saison - vor allem wenn sie so vielversprechend sind wie in diesem Frühjahr. Existenziell und sehr körperlich geht es da zu, die Debütantinnen spielen mit den Genres und Formen und lassen die Gegenwart im Hintergrund anklingen, bemerkt die Kritikerin. Besonders sticht laut Rezensentin das Buch "Affenliebe" von Lara Rüter hervor, die im Leipziger Zoo Primatenforschung betrieb und in ihrem Text immer wieder eigenes Sozialverhalten mit jenem der Tiere spiegelt. So sinniert Rüter in Form eines Essays über Abtreibung, Suche nach dem leiblichen Vater oder die Rolle der Frau in der Gesellschaft, versteigt sich aber nie zu "übergriffigen Analogien", atmet die Kritikerin auf. Mit Blick auf Initimität und Beziehungsreichtum dieses Textes scheutb Schmidt den Vergleich mit Maggie Nelson oder Annie Ernaux nicht.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Siri Hustvedt: Ghost Stories Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald. Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Kev Lambert: Möge uns die Freude bleiben Aus dem Französischen (Quebec) von Frank Weigand. In seinem neuen Roman beschreibt Kev Lambert den kometenhaften Aufstieg und Fall der Quebecer Stararchitektin Céline Wachowski:…