Aus dem Amerikanischen von Frank M. von Berger und Dirk Oetzmann. Faszinierender als James Bond: Ein erstaunlicher Einblick in die geheime Welt der Ost-West-Spionage. Durch gründliche Recherche in geheimen Stasi-Archiven der CIA, Einsicht in Gerichtsakten und Interviews mit ehemaligen Akteuren gelang es Kristie Macrakis, erstmals die Spionagetechniken der Stasi aufzudecken. Im ersten Teil ihres Buches schildert die Autorin anhand einiger der größten Spionagefälle - gestohlene Baupläne von Atomreaktoren, Prototypen von AEG, Strategiepapiere der NATO - die konkreten Arbeitsmethoden der Stasi während des Kalten Krieges. Im zweiten Teil stehen die dabei genutzten Technologien, vom Lauschangriff bis zur Geruchsidentifizierung, im Mittelpunkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2009
Karl Wilhelm Fricke lobt die ausgiebigen Recherchen der amerikanischen Wissenschaftshistorikerin Kristie Macrakis zum Thema der Wissenschafts- und Technologiespionage im Bereich der Hauptverwaltung Aufklärung der Staatssicherheit der DDR. Für Fricke kommt bei der Analyse manches Interessante zutage, obwohl die Autorin sie in den größeren Zusammenhang mit der Geschichte der Geheimdienste stellt und sich kritischer Kommentare enthält. Die "wertungsfreie" Herangehensweise lässt für Fricke allerdings das ein oder andere Detail im Unklaren. Macrakis' Ernte aus amerikanischen und deutschen Archiven, etwa ihre Ausführungen über die Ausspähung der Computerindustrie in der Bundesrepublik, findet Fricke informativ. Dem Text hätte er insgesamt eine straffere Strukturierung gewünscht und ein Lektorat, das die "zahlreichen Ungenauigkeiten und Schnitzer" verhindert hätte.
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