Klaus Stern

Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland

Band V: Die geschichtlichen Grundlagen des Staatsrechts
C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN 9783406070211
Gebunden, 2298 Seiten, 167,70 EUR

Klappentext

Der neue Band V beleuchtet die geschichtlichen Grundlagen des Deutschen Staatsrechts. Die Darstellung beginnt mit der Entstehung des Frankenreichs als der ersten Urzelle deutscher Staatlichkeit und spannt sich über die verschiedenen Formen der staatlichen Organisation im Deutschen Bund, im Norddeutschen Bund, im Deutschen Reich bis hin zur Weimarer Republik als erstem demokratischen Staatswesen auf deutschem Boden und zum nationalsozialistischen Führerstaat. Besonderes Augenmerk richtet der Verfasser jedoch auf die jüngere deutsche Geschichte, beginnend mit der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen nach 1945 und den daraus hervorgehenden beiden deutschen Staaten. Das Werk endet mit der Wiederherstellung der deutschen Einheit in der Gesamtheit ihrer rechtlichen, politischen, ökonomischen und sozialen Aspekte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2007

Als "monumentales Werk" über die einzelnen Grundrechte würdigt Rezensent Reinhard Müller den neuen Band von Klaus Sterns "Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland". Zwar hätte er sich zu den Themen Folterverbot und Abschussermächtigung eine etwas eingehendere Behandlung gewünscht. Zudem vermisst er im Zusammenhang mit der Diskussion um die Frage des Suizids nähere Begründungen. Aber er findet in dem Werk auch eine Fülle von Einsichten und instruktiven Verweisen auf die Geschichte und die internationale Rechtssprechung. Besonders hebt er die Beobachtung hervor, die Folgen mancher Gesetze für das menschliche Leben werden nicht mit der "gebotenen Klarheit" benannt wie im Fall des polizeilichen Todesschusses oder bei den Pflichten des Soldaten. Insgesamt spiegelt das Werk für ihn die inzwischen zahlreichen Verästelungen der Grundrechte und die bisweilen undurchsichtige Kasuistik. "Einst Abwehrrechte des Bürgers gegen hoheitliche Eingriffe", so Müllers Eindruck, "erscheinen die Grundrechte heute oft als beliebig wirkende Allerweltsansprüche - mit der Folge, dass nahezu jeder Streit ein verfassungsrechtlicher ist."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2001

Friedrich Karl Fromme begrüßt den fünften Band zum Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland als zur rechten Zeit und am rechten Ort erschienenes "Handbuch", das sich auch als "Lesebuch" eignet. In seiner eingehenden Besprechung lobt er die "souveräne" Darstellung des mittlerweile emeritierten Klaus Stern und findet insbesondere den Prozess der Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten "anschaulich" dargelegt. Auch die Schilderung der frühen Nachkriegsgeschichte lobt er, wobei er besonders die "Unausweichlichkeit" der deutschen Teilung "beklemmend deutlich" gemacht sieht. Er preist die "Geschlossenheit" des Bandes und bedauert lediglich, dass die Quellenlage vor allem für die Rechtsordnung der DDR mitunter ziemlich dürftig ist, wofür er aber selbstverständlich nicht den Autor verantwortlich macht.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2000

Als erstes würdigt Dietrich Schindler den großen Einsatz des Autors, der trotz vielfältiger Lehr- und Verwaltungstätigkeit an der Universität Köln seit gut 30 Jahren an diesem vielbändigen Werk gearbeitet hat. Sein Anliegen war und ist die Darstellung des Staatsrechts vor dem Hintergrund eines 1949 als nur vorläufig gültig angenommenen Grundgesetzes, das sich jedoch immer mehr als bleibende Einrichtung und sogar "Exportschlager" erwies. Alle bisher vorliegenden Bände lobt der Rezensent für ihre "Klarheit und Übersichtlichkeit sowie eingängige Sprache". Der jetzt erschienene fünfte Band ist den historischen Grundlagen des Staatsrecht und seiner jeweiligen Ausprägung gewidmet. Das heißt, es geht um die staatsrechtliche Entwicklung des Fränkischen Reiches, des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, schließlich des Deutschen und Norddeutschen Bundes bis zum Deutschen Reich und über Weimarer Republik und "Führerstaat" bis zu BRD und DDR bzw. bis zur "Wiederherstellung der deutschen Einheit". Dietrich Schindler hebt keinen Aspekt besonders hervor, sondern lobt summarisch den "reichen informativen Gehalt, ausgeglichene Würdigung der Entwicklung sowie Klarheit und Einfachheit der Darstellung".
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