Anhand von überwiegend unbekannten Texten aus der osmanischen Literatur führt Klaus Kreiser den Leser in das pulsierende Leben Istanbuls ein. Er erzählt nicht nur die Geschichte herausragender Monumente - von der Hagia Sophia bis zur Blauen Moschee, von den Landmauern bis zum Topkapi-Serail -, sondern beschreibt auch die Menschen, den städtischen Alltag, das Wirtschaftsleben, die erlaubten und unerlaubten Vergnügungen der Elite und des einfachen Volkes. Ein Reiseführer der anderen Art, für alle, die sich über die touristischen Highlights hinaus auch für die Kultur Istanbuls interessieren. Klaus Kreiser hat unter einer Vielzahl von Texten solche ausgewählt, die sich durch ihre literarische Qualität und einen besonders präzisen Bezug auf die Stadt und ihre Menschen von der türkischen Eroberung im Jahre 1453 bis zum Beginn des 20 Jahrhunderts auszeichnen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel "m.c." ist von dem historisch-literarischen Reiseführer des Bamberger Turkologen Klaus Kreiser mehr als hingerissen. In einer kurzen Besprechung würdigt der Rezensent das Werk als überreiche Fundgrube von historischen Quellen, die das Alltagsleben von Kaufleuten, Henkern und Prostituierten so detailreich illustrieren wie das Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen. Die Fülle des Materials ist hier so geschickt verarbeitet, mutmaßt "m.c.", dass Historiker und Philologen daran aber auch gar nichts auszusetzen haben werden. Und das Schöne daran ist, behauptet der Rezensent, dass auch jeder Laie den Band mit großem Vergnügen verschlingen wird.
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