Aus dem Englischen von Susanne Held. Eine historische Reise in eine Stadt mit drei Namen, die über Jahrtausende nichts an Macht und Magie eingebüßt hat und deren Einfluss unsere Welt bis heute prägt. In dieser umfassenden neuen Biografie nimmt Hughes uns auf ein historisches Abenteuer mit: von der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart, durch die vielen Facetten einer der großartigsten Städte der Welt. Hughes geht der Frage nach, was eine kosmopolitische Stadt ausmacht, und sie erzählt dabei nicht nur die Geschichte von Kaisern, Wesiren, Kalifen und Sultanen, sondern auch diejenige der Armen, der einfachen Menschen ohne Stimme - von den Frauen und Männern, deren Sehnsüchte und Träume Istanbul immer wieder neu erfunden haben.
Die englische Wissenschaftlerin Bettany Hughes hat Rezensent Ingo Arend offenbar mit ihrer Faszination für das multikulturelle Istanbul angesteckt. "Mit unfassbarer Akribie, atemberaubendem Detailwissen und langem erzählerischem Atem" zeichnee sie die Geschichte der Stadt von 6000 vor Christus bis zur Begründung der Türkei als einem Nationalstaat, der sich als ethnisch homogen versteht, als eine Geschichte unterschiedlichster Völker und Ethnien nach. Für den Rezensenten ist das Buch ein Musterbeispiel englischer Non-Fiction, da Hughes hier Genauigkeit und literarisch anspruchsvolles Erzählen zu einem "einzigartigen Bildungserlebnis" zu vermischen wisse.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2018
Rezensent Hans-Albrecht Koch kann Bettany Hughes' Stadtbiografie nicht genug loben. Sachkundig, begeistert, sprachlich anschaulich selbst in der Übersetzung und dramaturgisch wohl organisiert erscheint ihm das Buch. Die kleinteilige Kapiteleinteilung sagt dem Rezensenten zu. Dass Hughes gar keine Historikerin ist, mag Koch kaum glauben, derart tief und kenntnisreich greift die Autorin in die Geschichte Istanbuls hinab, nicht chronologisch, wie Koch feststellt, sondern mäandernd, manches Ereignis in der Stadtgeschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachtend. Das Kartenmaterial und der Anhang im Band dienen Koch als bereichernde Informationsquellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2018
Rezensent Maurus Reinkowski ahnt mit Bettany Hughes, was das moderne Istanbul an Geschichte und Kultur hinter sich lässt. Die faszinierende Darstellung der Stadtgeschichte in der Zeit des Römischen, Byzantinischen und Osmanischen Reiches gelingt der Autorin laut Rezensent durch das Vermeiden von Verfallsgeschichten und europäisch-asiatischen Gegensätzen, durch Lebendigkeit und reiche Quellenlektüre. Auch wenn Reinkowski Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Kapiteln ausmacht, im Ganzen überzeugt ihn der Band mit gelungenen Charakterisierungen, anschaulichen Ortsbegehungen und Sozialgeschichtlichem, das auch die Geschichte der Frauen in Istanbul miteinschließt, wie er erfreut feststellt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…