Dieses Buch von Klaus Jürgen Haffner ist die erste grundlegende Auseinandersetzung mit der Offiziersausbildung der NVA. Der Schwerpunkt dieser militärhistorischen Arbeit liegt auf der Analyse der Beziehung zwischen Entwicklungen und Strukturen der Streitkräfte einerseits und Staat und Gesellschaft andererseits.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2006
Insgesamt zufrieden ist Rezensent Karl Wilhelm Fricke mit Klaus Jürgen Haffners Studie zur Militärgeschichte der SBZ/DDR. Im Mittelpunkt der Arbeit sieht er die Auswahl und Ausbildung von Offizierskadern vor allem für die Volkspolizeischulen und -bereitschaften sowie die Nationale Volksarmee von 1949 bis 1973/74. Fricke wertet die auf Akten aus DDR-Militärarchiven und einst geheimen Dissertationen und Diplomarbeiten von DDR-Militärs basierende Untersuchung als "kenntnisreich", auch wenn sie ihm "recht abstrakt" vorkommt. Jedenfalls lobt er die Untersuchung für die "detaillierten Einblicke", die sie in Strukturen und Prinzipien zu Rekrutierung und Selektion militärischer Führungskader unter dem Regime der SED ermöglicht. Hervorhebenswert erscheint ihm insbesondere die massive Unterstützung durch die Sowjetunion, ohne die die Machthaber in der DDR den Aufbau der NVA nicht bewältigt hätten. Bedauerlich findet Fricke hingegen, dass Haffner die Rolle der Staatssicherheit in der NVA gänzlich ausklammert.
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