Klaus Ferentschik

Der Weltmaschinenroman

Cover: Der Weltmaschinenroman
Matthes und Seitz, Berlin 2008
ISBN 9783882217292
Gebunden, 160 Seiten, 17,80 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Horst Hussel und einer Weltmaschinenpostkarte. Im Oktober 1958 sieht Franz Gsellmann (1910-1981) in einem Zeitungsartikel über die Weltausstellung die Abbildung des Atomiums. Der Landwirt, der in der Steiermark einen kleinen Hof betreibt, ist davon so fasziniert, dass er mit dem Zug nach Brüssel reist, sich das Atomium ansieht, am selben Abend zurückfährt und heimlich mit dem Bau einer Maschine beginnt, die später als »Weltmaschine« bekannt wird. 1981 montiert er als letztes Teil ein großes, drehbares Fragezeichen, erklärt sein Werk für vollendet und stirbt. Klaus Ferentschik verarbeitet in seinem Roman alle bekannten und unbekannten Fakten über die Weltmaschine und liefert eine literarische Erklärung der Obsession ihres Erbauers. Ein Buch über die Kraft der Träume und ein Plädoyer, ihnen unbeirrt zu folgen. In diesem Jahr feiern das Atomium und die Weltmaschine ihren 50. Geburtstag.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.04.2009

Als Buch über die Entstehung der legendären "Weltmaschine" des Steiermärkischen Landwirts Franz Gsellmann hat Martin Zingg Klaus Ferentschiks Buch gern und mit Interesse gelesen. Als Roman aber hat das Werk ihn etwas enttäuscht: Der Autor werde mit seinen eher "biederen" fiktionalen Ausfütterungen der bestehenden Lücken in der Biografie Gsellmanns weder dessen Kühnheit und Originalität noch des eigenen Prosaschaffens gerecht, meint der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.02.2009

Jutta Person stellt Klaus Ferentschiks Roman über den exzentrischen österreichischen Bauern Franz Gsellmann vor. Jahrzehntelang baute Gsellmann an einer ominösen Maschine, die Weltmodell, Perpetuum mobile, Preisung der Technik und frommes Gebet zugleich sein sollte, erklärt uns die Rezensentin. Dem Autor bescheinigt sie wohlwollend, ein "zartes Porträt" des Landwirts geschaffen zu haben, dann gibt sie sich ganz dem im Roman beschriebenen Leben dieses Sonderlings hin, dessen größte - unerfüllte - Hoffnung es war, seine Weltmaschine möge eines Tages aus sich selbst heraus etwas produzieren.
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