"Ich, dann eine Weile nichts" ist die literarische Auferweckung Bogislaws XIV. (1580 1637), des letzten Herzogs von Pommern. Volker Altwasser lässt diese tragische Figur, den Letzten einer ruhmvollen Herrscherdynastie, selbst zur Sprache kommen. Vor historisch detailliert recherchierter Kulisse erstellt er das Psychogramm eines Scheiternden und spannt mit überraschenden Anspielungen auf Shakespeare und Schiller einen atemberaubenden Bogen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.07.2013
Eindrucksvoll gescheitert findet Burkhard Müller Volker Harry Altwassers Versuch, mit der Geschichte vom Untergang des Pommernherzogs Bogislaw XIV. Wallenstein und Hamlet einen Bruder hinzuzaubern. Dass der Autor mit seinen Versen neben Schiller und Shakespeare mitunter etwas unzureichend wirkt, mag für Müller ja angehen. Und ein zaudernder Held ist eben auch keine leichte Sache, wie der Rezensent zugunsten des Autors einräumt. Allerdings liegt ein Problem für Müller im Formalen des Textes zwischen "Theaterroman" und epischem Versuch mit dauernden Quellenverweisen, die dem Leser die Historie (leider vergeblich, so Müller) verdeutlichen sollen. Ferner hätte sich Müller einen beherzteren Zugriff auf die Figur gewünscht und weniger Infinitivkonstruktionen. Da sind ihm Wallenstein und Hamlet die weit deutlicheren Charaktere. Dennoch, meint er: ein sympathischer, größenwahnsinniger Versuch des Autors jenseits der üblichen langweiligen Romanproduktion.
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