Saralisa Volm

Das ewige Ungenügend

Eine Bestandsaufnahme des weiblichen Körpers
Cover: Das ewige Ungenügend
Ullstein Verlag, Berlin 2023
ISBN 9783550201752
Gebunden, 272 Seiten, 21,99 EUR

Klappentext

Wie viel Hyaluron passt in das Gesicht einer intelligenten Frau? Wie viel Botox kann ich meiner politischen Haltung zumuten? Wie viel Hängebrust ertragen? Saralisa Volm steckt mittendrin im Schönheitswahn. Es ist Zeit für körperliche Selbstermächtigung, besseren Sex, echte Wut, entspanntes Altwerden und dafür, endlich nein zu sagen.Überall ist Körper. Überall ist Bewertung. Kein Entkommen. Was macht das mit uns? Saralisa Volm, Schauspielerin, Filmproduzentin und Kuratorin, ist hin- und hergerissen zwischen der Generalsanierung ihres Körpers und einem großen "Fuck you". Kann man sich nicht einfach unförmig finden und trotzdem das Leben genießen? Die 38-Jährige hat sich beruflich und privat intensiv mit dem Thema Körper beschäftigt. Hier erzählt sie die Geschichte ihres ambivalenten Verhältnisses zum eigenen Körper. Sie ist der Ausgangspunkt für die feministische Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer ist schuld an unserem Schönheitsdilemma? Und vor allem: Was können wir Frauen ihm entgegensetzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2023

Großen Mut beweist die Schauspielerin Saralisa Volm mit diesem sehr persönlichen Buch über den Schönheitswahn der Gesellschaft, findet Rezensentin Melanie Mühl. Volm erzählt hier von ihrer Essstörung als Jugendliche, vom Druck, der in ihrer Branche auf Frauen ausgeübt wird, und vom Gefühl, niemals genug zu sein, so die Kritikerin. Sie greift dabei auch auf die wichtigen Kritikerinnen des Schönheitszwanges zurück, wie Simone de Beauvoir, Susan Sontag oder Naomi Wolf und entlarvt dabei die großen Profiteure der Schönheitsindustrie: Kapitalismus und Patriarchat. Die große Authentizität, mit der Volm ihre Erfahrungen schildert und ihre persönlichen Ambivalenzen nicht außen vor lässt, überzeugen die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.05.2023

Kritikerin Christiane Lutz spürt mit Schauspielerin, Regisseurin und neuerdings auch Autorin Saralisa Volm Wut: Wut auf ein patriarchales System, Wut auf die Körper-Normen, die besonders für Frauen vorgegeben werden, Wut darauf, dass die Zeit, die Frauen mit dem Versuch verbringen, diese Normen zu erfüllen, für die Bekämpfung derselben fehlt. Das ist für Lutz zwar nicht wirklich neu, überzeugt sie aber trotzdem durch die erfrischende Ehrlichkeit der Autorin, die sich trotz aller nicht von ihrem Aussehen bestimmten Erfolge schwer tut, ihren Körper einfach nur neutral zu betrachten.

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