1993 begegnen sich Christoph Kuhn (Ost) und Kai Engelke (West) in Dessau. Sie kommen ins Gespräch, sie fragen, antworten, reden, erzählen ... und das tun sie bis auf den heutigen Tag. Ein Stück Zeitgeschichte aus persönlicher Sicht im Dialog - ernst und amüsant.
Christoph Dieckmann ist angenehm überrascht, dass sich die Autoren nicht nur ihr Leben erzählt, sondern sich tatsächlich auch "zugehört" hätten. Der Rezensent hebt positiv hervor, es handele sich bei dem Buch um einen wirklichen Briefwechsel und nicht um "künstlich adressierte Essays zeitgeistiger Befindung". Es sei weit entfernt von der "Feldherrenrhetorik der Berliner Meinungsschreiberei" und es ersetze wohltuenderweise allgemeine Urteile durch die individuelle Perspektive der beiden Schriftsteller. Was an Programmatik in den Briefen fehlen
würde, ersetze das Vorwort, und so ist Dieckmann mit dieser deutsch-deutschen Korrespondenz rundum zufrieden.
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