Aus dem Italienischen von Gabriella Rovagnati. Zum 70. Todestag der italienischen Lyrikerin am 3. Dezember 2008 erscheint diese umfangreiche Auswahl ihrer Gedichte in einer zweisprachigen Ausgabe. Auch wenn ihr Schaffen nur ein knappes Jahrzehnt umfasste und zu Lebzeiten kein einziges Gedicht von ihr gedruckt wurde, ist Antonia Pozzi (1912-1938) eine der großen italienischen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit 26 Jahren nahm sie sich aus Liebeskummer und verzweifelt über die Geschehnisse im faschistischen Italien das Leben, was ihre Familie jedoch verschwieg. Als bald darauf eine erste Auswahlvon 91 Gedichten erschien, waren diese vom Vater durch Streichungen und vermeintliche Berichtigungen entstellt. Erst 50 Jahre nach ihrem Tod wurde Antonia Pozzi "wiederentdeckt", so dass seit den 1980er Jahren endlich auf den Originalquellen fußende italienische Ausgaben erschienen sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2009
Hans-Albrecht Koch scheint bezaubert von den zweisprachig herausgegebenen Gedichten der 1938 jung aus dem Leben geschiedenen Antonia Pozzi. Formal als Metapher und Beschreibung, thematisch zwischen Hoffnung und Angst und immer wieder das Erlebnis der Liebe zu Landschaft und Menschen beschwörend - so beschreibt Koch die chronologisch geordneten über hundert Gedichte dieser "ganz eigenständigen" Lyrikerin Pozzi. Dafür dass die Lektüre zum Ereignis wird, sorgen laut Koch die sensibel ins Deutsche übertragene, menschliche Tiefe und künstlerische Reife bezeugende Nüchternheit der Autorin.
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