Juliane Pickel

Rattensommer

(Ab 14 Jahren)
Cover: Rattensommer
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2023
ISBN 9783407756879
Gebunden, 256 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Seit Wochen ist es mörderisch heiß. Lou und Sonny, 15, beste Freundinnen, vertreiben sich die Zeit in ihrem verlassenen Schwimmbad - und kommen sich näher. Aber mit der Hitze ist auch ein Schatten aus Sonnys Vergangenheit in die Kleinstadt eingezogen: Hagen Bender, der Mörder ihrer Mutter. Sonny will Rache - und Lou soll ihr helfen. Doch je mehr Lou über Bender erfährt, desto mehr Zweifel kommen ihr. Darf sie zulassen, dass Sonny Schuld auf sich lädt - oder rettet sie sich selbst?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.08.2025

Freibad-Saison: Rezensentin Christine Knödler liest Kinder- und Jugendbücher, die am Beckenrand spielen. Juliane Pickels Jugendroman gefällt ihr gut, weil unter der Sommerhitze etwas zu modern scheint. Es geht um verbotene Liebe und sogar Mord. Mit Sinn für Tiefe, so Knödler, erkundet Pickel die Entwicklung ihrer Teenager-Heldinnen - "radikal poetisch".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2023

Rezensent Fridtjof Küchemann ist gepackt von Julia Pickels zweitem Jugendbuch, dass sich um die Freundschaft der beiden Teenager Lou und Sonny dreht. Die Sommerferien beginnen für die beiden Mädchen mit einem unerhörten Ereignis: Der Mann, der Sonnys Mutter vor fünf Jahren tötete, wird aus dem Gefängnis entlassen. Sonny schmiedet einen Racheplan und kann an nichts anderes mehr denken, so der Kritiker. Lou, die ewige Nummer zwei in der Freundschaft, aber auch in ihrer eigenen Familie, muss sich entscheiden: Soll sie Sonny unterstützen oder versuchen, sie von ihren Plänen abzubringen? Eine sehr "sinnliche Erzählung" liest Küchemann hier, in der es "schimmert, schreit und stinkt", wie es ihm in der Jugendliteratur selten untergekommen ist. Außer einer spannenden Rachegeschichte erzählt Pickel hier außerdem auf faszinierende Weise von der Emanzipation Lous, freut sich Küchemann.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.07.2023

Mehr als nur angetan ist Rezensentin Christine Knödler von Juliane Pickels zweitem Jugendbuch. Den Ausgangspunkt nimmt das Buch, lernen wir, am Grund eines leeren Schwimmbeckens. Hier treffen sich, führt Knödler weiter aus, Sonny und Lou, zwei ungleiche Freundinnen: die eine wild, die andere still, beide behaftet mit problematischen Familiengeschichten. Laut Rezensentin ist es ein alter Mordfall, der die während der Sommerferien spielende Handlung in Gang setzt und der auch die Freundschaft zwischen Sonny und Lou zu gefährden beginnt. Wie schon in ihrem gefeierten Erstling "Krummer Hund" gelingt es der Autorin, so Knödler, Alltagssituationen emotional aufzuladen. Besonders begeistert ist sie von den Figurenzeichnungen, die reiche innere Welten erschließen. Dank des klugen Metapherneinsatzes ist Pickels Buch auch sprachlich eine Wucht, jubelt Knödler.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 25.07.2023

"Wie eine knisternde Hochspannungsleitung" fühlt sich die Handlung in Juliane Pickels Roman an, findet Rezensentin Sylvia Schwab. Die Protagonistin Lou ist zu Beginn eines sehr heißen Sommers  von ihren Eltern, die immer noch nicht den Tod von Lous im Kindesalter verstorbener Schwester verkraftet haben und ihre Emotionen deshalb bei Lou abladen - und von ihrer Freundin Sunny umgeben, die dem Mörder ihrer Mutter auf der Spur ist und in fragwürdige Kreise gerät, resümiert Schwab. Zu allem Überfluss, so Schwab, verliebt sich Lou auch noch in Sunny, merkt aber, dass sie sich von ihr lösen muss, als sich die Ereignisse zuspitzen. Der Autorin gelingt es gekonnt, die psychischen Zusammenhänge ohne Pathos treffend darzustellen und eine packende Handlung zu erzählen, lobt die begeisterte Schwab.

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