Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein. Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt. Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt?
Eva Kranenburg arbeitet als Psychotherapeutin mit Geflüchteten, weiß Rezensentin Jana Magdanz, nun hat sie einen Jugendroman über vier Freunde geschrieben, die einen fiktiven Krieg überlebt haben. Die drei Jugendlichen Ren, Nata und Tuk werden in den letzten Kriegstagen noch als Kanonenfutter eingezogen, was von Kranenburg mit der passenden, leicht verrohten Sprache untermalt wird, so Magdanz. Ihr ebenfalls noch junger Kommandant Tarek desertiere schnell mit ihnen, sie bildeten eine Art Ersatzfamilie, in der sie sich ihre traumatischen Erlebnisse erzählten und in der der Zusammenhalt das wichtigste sei. Für die Kritikerin hat die Autorin hier einen beeindruckenden Roman geschrieben, der Werte wie Freundschaft und Fantasie hochhält und in einer "oft ironisch-verspielten Sprache" vermittelt.
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