Die Dürre in afrikanischen Ländern führt jedes Jahr zu Hunderttausenden Toten und viel Leid. Auch Deutschland hat die Trockenheit im Hitzerekord-Sommer 2022 erreicht. Ohne Wasser kein Leben. Immer mehr Menschen leiden unter Wassermangel. Der Klimawandel befeuert die Verteilungskämpfe um Wasser, gewalttätige Auseinandersetzungen um die wertvolle Ressource sind an der Tagesordnung. Ob bei den Protesten im Irak, im Syrienkrieg, am Himalaya, beim Nilkonflikt und an vielen weiteren Orten - Wasser ist schon heute Kriegsgrund und wird als politisches Machtmittel missbraucht. Der Bau von riesigen Staudämmen, das gezielte Schließen von Schleusen, Flussumleitungen, Wasser- und Landgrabbing bringen Kriege um das "blaue Gold" mit sich. Wo lauern heute und morgen Gefahren und wie lassen sich Kriege um das kostbare Nass verhindern?weltweite Wasserengpässe, bewaffnete Konflikte und zunehmende Trockenheit gefährden in vielen Ländern nicht nur den Frieden, sondern auch unser Klima Das Buch hilft zu verstehen, wie Wasser als politisches Machtmittel funktioniert. Der Klimawandel und die wachsende Weltbevölkerung sorgen für eine Verknappung von Süßwasser. Viele Länder und Gebiete leiden bereits unter akuter Wasserknappheit. Die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll und Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Wüstenbildung sorgen für Krankheit, Leid und immer mehr Umweltflüchtlinge. Dabei stellt Rahmig die Frage: Wie geht es weiter? Machen Meerwasserentsalzungen Sinn? Wie können wir zukünftig eine Ernährungssicherheit und einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser herstellen?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.08.2023
"Gar nicht mehr aus der Hand legen" will Rezensentin Dagmar Röhrlich Jürgen Rahmigs Buch über Dürren im 21. Jahrhundert. Wasserknappheit, erfahren wir, ist vor allem durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum bedingt - und den Umstand, dass die Kontrolle über Wasservorräte Macht bedeuten. Rahmig führt dabei zwei Beispiele an: die Türkei, die viele Stauseen bauen ließ und diese als Waffe gegen pro-kurdische Staaten einsetzen kann. Wie auch das Beispiel aus der Sahelzone, wo die Menschen vertrieben werden und nur eingeschränkten Zugang zu Wasser genießen, was junge Menschen in die Arme von Terroristen treibt, resümiert Röhrlich. Rahmigs Buch ist ein "Weckruf", auch für uns in Europa, da die Grundwasserstände immer weiter absinken, urteilt die Rezensentin abschließend.
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